Über Spurzeit
Spurzeit ist das Projekt von Aron Kamphausen – zwischen Deutschland, Israel und Australien. Archäologie, historische Küche, analoge Fotografie und kommentierte Gegenwart.
Spurzeit ist kein Reiseblog.
Und kein Geschichtsmagazin.
Und auch kein politisches Portal.
Es ist der Versuch, Spuren zu lesen.
Ich heiße Aron Kamphausen.
Ich lebe in Quedlinburg im Harz – zwischen Fachwerk, Geschichte und den Wegen Richtung Brocken.
Aber mein innerer Anker liegt woanders.
In Israel.
Es gibt Länder, die man besucht.
Und es gibt Orte, an denen man ankommt.
Israel ist für mich kein Reiseziel.
Es ist ein Gefühl von „wieder zu Hause“.
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Deutschland, Harz, Israel – und Australien
Deutschland ist mein Ausgangspunkt.
Der Harz mein Trainingsgelände.
Israel mein Anker.
Und Australien ist meine zweite Blickrichtung.
Dort lebt mein Sohn.
Deshalb führt mein Weg immer wieder dorthin.
Wenn ich durch den australischen Busch gehe, denke ich anders.
Wenn ich durch die Wüste im Negev gehe, fühle ich anders.
Wenn ich im Harz unterwegs bin, arbeite ich an mir.
Diese drei Räume gehören zusammen.
Sie sind kein Reiseplan.
Sie sind ein Lebensdreieck.
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Worum es hier geht
Mich interessieren Übergänge:
• vom Paläolithikum zur Sesshaftigkeit
• von historischer Küche zur heutigen Ernährung
• von Landschaft zu Geschichte
• von Fotografie zu Erinnerung
• von Nachricht zu Kommentar
Ich schreibe über Archäologie – besonders über die Levante.
Über historische Küche und das, was Menschen früher gegessen haben.
Über analoge Fotografie, weil Film Geduld verlangt.
Und über das aktuelle Weltgeschehen – nicht als Bericht, sondern als Kommentar.
Israel ist dabei kein Thema unter vielen.
Es ist mein Referenzraum.
Geschichtlich. Archäologisch. Politisch. Persönlich.
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Warum ich so schreibe
Mein Leben war nicht geradlinig.
Es gab Phasen mit viel Energie und Phasen mit deutlich weniger.
Ich lebe mit einer bipolaren Störung.
Das ist kein Etikett.
Es ist Teil meiner Geschichte.
Vielleicht schreibe ich deshalb intensiver.
Vielleicht halte ich Spannungen besser aus.
Vielleicht erkenne ich Extreme schneller.
Ich verschweige das nicht.
Aber ich definiere mich auch nicht darüber.
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Warum „Spurzeit“?
Weil jede Zeit Spuren hinterlässt.
Und weil man sie lesen lernen muss.
Im Boden.
Im Brot.
Im Kommentar.
Und im eigenen Leben.
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